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22.02.2015

Hauptsache gewonnen!

Oberliga-Handballer schlagen TG Münden mit 29:19
 
Die Oberliga-Handballer gewannen gegen die TG Münden mit 29:19 (10:8) und verbesserten sich auf den sechsten Platz. Das hört sich von den nackten Zahlen zunächst einmal gut an. Doch ein spielerischer Glanz war es nicht, der den Besuchern in der nur spärlich gefüllten Sporthalle Afferde geboten wurde.
"Das war in der Tat kein Leckerbissen und es sieht deutlicher aus als es war. Not hat gegen Elend gespielt und Not hat gewonnen", gab auch Trainer Henning Sohl zu, hakte das Geschehen entsprechend schnell ab: "Mir ist es völlig egal, wie dieser Sieg zustande gekommen ist. Hauptsache wir haben die Punkte, denn das trägt dazu bei, dass wir unsere Unsicherheit überwinden. Wir müssen uns eben im Moment etwas durchkämpfen."
Worauf der VfL aufbauen konnte, war eine sichere Torhüter- und Abwehrleistung. Damit nahm man der TG Münden letztendlich die Moral und kam nach einer Tempoverschärfung in den letzten 20 Minuten zu einem souveränen Erfolg. "Nach den schwierigen Wochen war die Verunsicherung bei uns schon spürbar. Insofern war es wichtig, dass wir hinten die ganze Zeit gut gestanden haben. Aber unsere Chancenauswertung, insbesondere in der ersten Halbzeit, war natürlich eine Katastrophe", kommentierte Georg Brendler.
Nach dem 11:11 in der 36. Minute zogen die Hausherren binnen vier Minuten auf 15:11 davon und bogen auf die Siegerstraße ein. "Da ging dann ein Ruck durch unsere Mannschaft und wir sind weggezogen", resümierte der 19-jährige Linksaußen, mit fünf Treffern Hamelns bester Feldtorschütze.
Unter dem Strich leisteten sich beide Teams aber eine Vielzahl an technischen Fehlern und ließen im Angriff reichlich Wünsche offen. Dem Niveau passten sich auch die Unparteiischen Lippert und Morche vom VfL Wittingen an und sorgten mit einigen Entscheidungen für Kopfschütteln.
"Bis zur 45. Minuten haben sie ja auf beiden Seiten schlecht gepfiffen. Aber was sie dann in der Schlussphase gegen uns entschieden haben war eine Frechheit", ereiferte sich Mündens Trainer Frank Janotta und betrachtete es als grenzwertig, "dass Schiedsrichter von einem Verein angesetzt wurden, mit dem wir im direkten Abstiegskampf stehen." Schön reden wollte Janotta die Niederlage aber nicht: "Wir haben schon verdient verloren, das Ergebnis ist nur ein bisschen hoch ausgefallen."
Auf Hamelner Seite wussten neben Georg Brendler noch Nils Colussi und Arnold Schorich zu überzeugen. Der A-Jugendliche Tim Otto hatte in der ersten Halbzeit noch Anpassungsschwierigkeiten, konnte im zweiten Durchgang seine Schnelligkeit aber mehr und mehr ausspielen. "Tim steht für die Verjüngung, die wir mit der Zeit durchsetzen wollen", sagte Henning Sohl.
VfL Hameln: Frank Rosenthal, Yannick Rüter - Jasper Pille (6/6), Georg Brendler (5), Arnold Schorich (4), Nils Colussi (3), Tim Otto (3), Oliver Glatz (2), Heiko Heemann (2), Patrick Künzler (2), Jannik Henke (1), Sebastian Maczka (1), Björn Schubert. Jürgen Kohlenberg

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