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HANDBALL
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13.05.2017

Henning Sohl sagt Tschüss

VfL-Coach spricht vor seinem letzten Spiel über Mannschaft, Spieler, Höhen und Tiefen
Interview der Dewezet mit Hennig Sohl

 
HAMELN. Drei Jahre lang war der Platz auf der Trainerbank des Handball-Oberligisten VfL Hameln für ihn fest reserviert. Genutzt hat Henning Sohl ihn selten. Gestikulierend, stets in Bewegung und meistens richtig unter Strom. Der ehemalige Bundesliga-Akteur saß aber trotzdem immer fest im Sattel.


Zu einem „heißen Stuhl“ wurde der Trainerposten beim VfL Hameln für Sohl nie. Im Heimspiel gegen den MTV Soltau (Sa., 19.30 Uhr) geht seine Ära beim VfL und in der Sporthalle Afferde zu Ende. Vor seinem letzten Auftritt sprach die Sportredaktion mit dem scheidenden Trainer über seine Hamelner Zeit, über seine Mannschaft und Spieler und auch über Höhen und Tiefen.

Henning Sohl, gegen Soltau stehen Sie zum letzten Mal als Trainer auf dem Spielberichtsbogen. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie aus der Kabine kommen und die Halle betreten? Kommen da noch einmal Emotionen hoch?
Nein, das kommt ja nicht überraschend und schließlich geht auch alles mal zu Ende. Dass ich aufhöre, war kein Geheimnis, denn ich hatte ja schon Ende letzten Jahres angekündigt, dass zum Saisonende Schluss ist.

Wenn Sie die drei Jahre beim VfL noch einmal Revue passieren lassen, welche Bilanz können Sie ziehen?
Die Bilanz kann sich sehen lassen. Vor allem die der laufenden Saison, in der wir immerhin 20 Spiele in Folge ungeschlagen geblieben sind. Das erste Jahr als Tabellenfünfter war in Ordnung. Da hatte ich die Mannschaft mit der Vorgabe übernommen, junge Spieler zu integrieren. Das ist mit acht Jungs, darunter André Brodhage, Sebastian Maczka, Tim Jürgens und Tim Otto, um nur einige zu nennen, auch gut gelungen. Der Generationswechsel hat geklappt. Allein im zweiten Jahr wäre mehr als der fünfte Platz drin gewesen.

In den drei Jahren haben Sie viel erlebt. Was nehmen Sie als sportliches Highlight mit?
Das waren zwei Spiele in dieser Saison. Zuerst in Nienburg, da war über 60 Minuten Kampf auf Biegen und Brechen angesagt. Und am Ende haben wir mit 26:25 gewonnen. Das zweite natürlich das Heimspiel gegen Vorsfelde. Einfach ein Klassespiel, dass richtig Spaß gemacht hat. Aber nicht nur mir, sondern auch den mehr als 600 Zuschauern.

Wo Licht ist, ist bekanntlich auch Schatten. Es gab sicher einen Tiefpunkt?
Auch da gibt es zwei Spiele, an die ich mich nicht so gern erinnere. In der Saison 2015/16 war es die Pleite gegen Absteiger SV Alfeld. Und in dieser Saison die Heim-Niederlage gegen den Tabellenletzten Barsinghausen. Das war nicht nur unsere einzige Heimniederlage, sondern auch eine einzige Katastrophe.

Die haben Sie beim finalen Auftritt gegen den MTV Soltau bestimmt nicht noch mal eingeplant?

Auf gar keinen Fall. Ich will mich natürlich mit einem Sieg von den Fans verabschieden. Deshalb haben wir in der Woche beim Training auch nicht gedaddelt, sondern noch mal richtig durchgezogen. Torben Höltje wegen seiner Knieverletzung und Jannik Henke, der sich mit Leistenproblemen herumquält, drohen zwar auszufallen, für die kann mit André Brodhage und Daniel Maczka aber beste Qualität die Plätze übernehmen.

Sie hatten in den drei Oberliga-Jahren viele Spieler unter Ihren Fittichen. Wen werden Sie besonders im Gedächtnis behalten?
Da vergisst man keinen, einige Jungs bleiben aber schon besonders hängen. Wie Andreas Gödecke, die Zuverlässigkeit in Person und ein Spieler, der nie gemuckt hat. Jasper Pille, der die größte Entwicklung hinter sich hat und am Kreis aus dem Schatten von Heiko Heemann hervorgetreten ist. Patrick Künzler war in der Abwehr immer eine Bank, doch jetzt zeigt er im Angriff sogar als 1, 95 Meter großer Linksaußen Klasse. Genauso wie Sebastian Maczka, der ruhige Vertreter und treffsichere Torschütze auf der rechten Seite. Und natürlich Zsolt Kovacz. Vor der Saison war schon zu hören, dass Frank Rosenthal nicht zu ersetzen sei. Wie schnell das doch geht, hat „die Katze“ gezeigt. Ein absoluter Klassemann. Und Gratulation an die Verantwortlichen, dass sie Zsolt für eine weitere Saison halten konnten.

Wie geht es nun bei Henning Sohl weiter? Greifen Sie beim VfL Oldenburg sofort ins Geschehen ein?

Nein, nach dem Soltau-Spiel gönne ich mir bis Mitte Juli mal eine verdiente Pause. Erst dann geht es beim VfL Oldenburg in der Frauen-Bundesliga richtig los.

Bis Mitte Juli ist eine lange Zeit. Geht Henning Sohl bis dahin wieder mit seiner Harley auf Tour?
Bis jetzt habe ich das gute Stück noch nicht aufgetankt und auch noch nichts geplant. Aber eine Tour mit der Harley kann ich mir natürlich schon vorstellen.

Interview: Klaus Frye Sportreporter

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